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ABGABENÄNDERUNGSGESETZ 2016

Der Nationalrat hat Ende Dezember 2016 das Abgabenände­rungsgesetz 2016 beschlossen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ände­rungen die sich für Sie als Unternehmer ergeben können:

Einkommensteuer

  • Kfz-Sachbezug
    Die Gesetzesänderung soll eine Verord­nung ermöglichen, mit der der Sachbe­zugswert für die private Nutzung von Elektrofahrzeugen für wesentlich be­teiligte Gesellschafter-Geschäftsführer – mit Einkünften aus selbständiger Ar­beit – jenem für Dienstnehmer gleich­gestellt wird. Seit 1.1.2016 braucht für reine Elektrofahrzeuge kein Sachbezug angesetzt werden. Dies spart Lohnkosten für den Dienstnehmer, Lohnnebenkosten für den Dienstgeber und Sozialversicherung für beide!
  • Lohnzettel
    Der Jahreslohnzettel wird aktualisiert und an die ab 2018 geltende Beitrags­grundlagenmeldung der Sozialversiche­rung angepasst. Das heißt: Diese Neue­rung gilt erstmals für den Lohnzettel für das Jahr 2018. Die Verpflichtung zur unterjährigen Ausstellung bei Beendigung des Dienstverhältnisses wird entfallen.
  • Kinderfreibetrag
    Steht dem Steuerpflichtigen ein Unterhaltsabsetzbetrag oder ein Alleinerzieherabsetzbetrag zu, wird der Kin­derfreibetrag in Zukunft direkt vom Fi­nanzamt berücksichtigt.

Umsatzsteuer

  • Kurzfristige Vermietung von Geschäftsräumen
    Wird ein Geschäftsraum vermietet, sind die Umsätze daraus üblicherwei­se umsatzsteuerbefreit. Ein Vorsteuerabzug steht dabei nicht zu. Aus Ver­einfachungsgründen wird nun für die kurzfristige Vermietung von Geschäfts­räumlichkeiten für bis zu 14 Tage eine Ausnahme geschaffen. Diese ist nun zwingend umsatzsteuerpflichtig, wenn der Unternehmer den Geschäftsraum sonst nur für Umsätze verwendet, die umsatzsteuerpflichtig sind. Damit soll die Vorsteueraufteilung bei Geschäfts­raumvermietung erleichtert werden.
  • Kleinunternehmer
    Bei der Berechnung der Kleinunterneh­mergrenze wird es zu einer Vereinfachung kommen. Ab 2017 sind bei der Berechnung der Umsatzgrenze von EUR 30.000,00 bestimmte unecht umsatzsteuerbefreite Umsätze nicht mehr einzubeziehen. Die­se unecht umsatzsteuerbefreiten Um­sätze sind beispielsweise Tätigkeiten als Vortragender an Erwachsenenbildungs­einrichtungen oder als Arzt.

Beispiel:

Ein Arzt erzielt Honorare aus ärztlicher Tätigkeit von EUR 80.000,00, zusätz­lich vermietet er eine Wohnung und erzielt Mieteinnahmen in Höhe von EUR 12.000,00. Bis einschließlich 2016 musste die Ver­mietung der Wohnung umsatzsteuer­pflichtig behandelt werden, weil der Gesamtumsatz EUR 92.000,00 beträgt und somit die Kleinunternehmergren­ze überschritten wurde. Von der Mie­teinnahme waren 10 % Umsatzsteuer abzuliefern, der Vorsteuerabzug stand jedoch auch zu.

Ab dem Jahr 2017 wird der unecht befreite Umsatz als Arzt in die Berech­nung der Kleinunternehmergrenze nicht mehr einbezogen. Somit kann für diese Wohnungsvermietung die Kleinunternehmerregelung in An­spruch genommen werden. Es muss für die Mieteinnahme keine Umsatz­steuer verrechnet werden, dafür steht auch kein Vorsteuerabzug zu.

 

 
 

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