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Steuerliche Neuerungen 2017 im Überblick

Auch das Jahr 2017 hält für österreichische Unternehmen und Angestellte wieder einige Neuerungen bereit. Die wichtigsten Neuerungen haben wir für Sie in weiterer Folge übersichtlich und kompakt zusammengefasst.

Registrierkasse

Die Möglichkeit steuerlicher Begünstigungen bei Anschaffung / Umrüstung einer Registrierkasse (volle Absetzbarkeit der Anschaffungskosten; steuerlichen Prämie iHv € 200,-) wurden von der Bundesregierung bis 01.04.2017 verlängert. Ebenso wurde die Frist für die Umsetzung der Registrierkassensicherheitsverordnung bis zum 01.04.2017 verlängert. Es ist somit für die verpflichtende Vornahme von Maßnahmen zur Manipulationssicherheit der Registrierkasse durch aufgedruckten Code auf jedem Beleg oder die Signierung jedes einzelnen Barumsatzes sowie die Inbetriebnahme der Sicherheitseinrichtung noch nicht zu spät. Die Inbetriebnahme der Sicherheitseinrichtung in einer Registrierkasse besteht aus:

  1. der Beschaffung der Signaturkarte
  2. der Initialisierung der manipulationssicheren Registrierkasse
  3. der Erstellung des Startbeleges
  4. der Registrierung der beschafften Signaturkarte und manipulationssicheren Registrierkasse über FinanzOnline
  5. der Prüfung des Startbeleges mittels der Prüf App namens „BMF Belegcheck“
  6. Beginn des laufenden Betriebes – Umsatzbuchungen möglich

Für detailliertere Informationen siehe Artikel „Sicherheitseinrichtung für Registrierkassen“ oder setzen Sie sich direkt mit uns in Verbindung – wir helfen Ihnen gerne bei etwaigen Fragen.

Anpassung der Abschreibungssätze bei betrieblichen Gebäuden

Eine der wichtigsten Änderungen, die fast alle Betriebe betreffen wird, ist die Anpassung der bisherigen Abschreibungssätze auf 2,5%. Bisher galt für Betriebsgebäude ein Satz von 3 %, nun der Abschreibungssatz von 2,5 %. Diese Änderungen sind für Neuanschaffungen im Jahr 2016 sowie auch für bereits bestehende Betriebsgebäude anzuwenden. Gebäude die der Vermietung dienen (Ausnahme: Mitarbeitergebäude) bleiben bei einem Satz von 1,5%.

Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz

Das LSD-BG gilt für Sachverhalte ab 01.01.2017. Für weitere Informationen siehe Artikel „Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz“.

Antragslose Arbeitnehmerveranlagung

Wer für das Jahr 2016 bis Ende Juni 2017 keine Arbeitnehmerveranlagung abgegeben hat, für den wird eine automatische, antragslose Arbeitnehmerveranlagung erstellt. Vorrausetzung dafür ist, dass nur lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen und das auf Grundlage der Vorjahre anzunehmen ist, dass keine weiteren Sonderausgaben (s. Sonderausgaben ab 2017) / Werbungskosten geltend gemacht werden (z.B. Spenden, Versicherungen, außergewöhnliche Belastungen u.ä.).

Eine Information über die Höhe der Steuergutschrift wird in der 2. Jahreshälfte 2017 vom Finanzamt zugestellt.

Sollten zusätzliche Abzugsposten geltend gemacht werden, kann innerhalb von fünf Jahren nach Ablauf des betreffenden Veranlagungsjahres, wie auch in bisher, eine Arbeitnehmerveranlagung elektronisch via FinanzOnline oder ein ausgefülltes L1 Formular ans FA übermittelt werden. Sollten erstmals zusätzliche veranlagungspflichtige Einkünfte vorliegen, dann ist eine Einkommensteuererklärung mit dem Formular E1 via FinanzOnline zu übermitteln.

Sonderausgaben

Kirchenbeiträge, private Spenden und Beiträge für eine freiwillige Weiterversicherung einschließlich des Nachkaufs von Versicherungszeiten werden ab Zahlungen im Jahr 2017 personenbezogen und automatisch an die Finanzverwaltung übermittelt.

Zahlungen an im Ausland sitzende Empfänger sind von der Automatisierung nicht erfasst und müssen wie bisher über eine Arbeitnehmerveranlagung via FinanzOnline oder ein ausgefülltes L1 Formular ans FA übermittelt werden.

Kinderbetreuungsgeldgesetz

Die Neuerungen des Kinderbetreuungsgeldgesetzes gelten für Geburten ab 28.02.2017. Die bisherigen Pauschalvarianten werden in ein Kinderbetreuungsgeld-Konto umgewandelt. Beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld reicht eine geringfügige Beschäftigung in den letzten 6 Monaten vor der Geburt jedoch nicht mehr aus, allerdings wurde die Zuverdienstgrenze mit 01.01.2017 auf € 6.400,00 angehoben. Als weitere Neuerungen wurde von der Regierung ein  Partnerschaftsbonus betreffend des Kinderbetreuungsgeldes eingeführt.